Zu den schönst gelegenen Burgen in Kärnten, zählt Taggenbrunn. Es ist sicherlich auch der herrliche Rundblick der fasziniert; von der Petzen bis zum Dobratsch, den Karawanken und Julischen Alpen, vom Magdalensberg über die Saualpe bis zu den Wimitz- und Kraigerbergen und der Gerlitze reicht das Auge.

Auf Taggenbrunn ist es irgendwie das Urtümliche, das trotz Ausbaus zum Restaurant und Burggaststätte, in den alten Mauern verhaftet geblieben ist und das dem Besucher auf Schritt und Tritt zum Bewußtsein kommt. Die grauen Wehrmauern mit ihren mächtigen Diabasbruchsteinen, die gewaltigen Bastionen und TÜrme, die kleinen Tavernenfenster mit den Blumen davor und das dunkelbraune Gebälk der Stuben und Saaldecken. Urwüchsig sind aber auch die heimischen Besucher des Burgrestaurants, die besonders dann auffallen, wenn die Fremdenverkehrssaison zu Ende geht und der Fremdenstrom verebbt. Dann fallen sie ins Auge, die Jäger, fahrenden Sänger und Ritter, die in den Vereinsräumlichkeiten der Burg ihre Bleibe haben und auf ein Bier oder einen Schnaps auf Taggenbrunn zukehren.

Es ist aber auch die ürige Bevölkerung der Umgebung in ihrer bunten Zusammensetzung, die Taggenbrunn an schönen Herbstnachmittagen zu einer Erfrischung oder Stärkung, gerne einen Besuch abstattet. Wer das andere Kärnten sucht - nicht jenes der Diskotheken und Nobeletablissements, sondern das, wo Kärnten noch Kärnten ist, der sei herzlich eingeladen, das alte Taggenbrunn zu besuchen. Ein frischer Trunk zum Kärntner Glunden-Kasbrot oder Kärntner Kasnudeln und zum Abschluss noch an guaten Kärntner Reinling, serviert, von einem feschen Dirndl.

Die Anlage ist seit dem Frühjar 2009, nach einem Pächterwechsel wieder ganzjährig öffentlich zugänglich.
Im Zuge der Übernahme wurden unzählige Stunden in die Revitalisierung der Burganlage investiert.

Um die Burg in Ihrer Gesamtheit für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen, wurden etliche Kubikmeter Erde und Material bewegt.
Als Resultat daraus, ist z.B. der Zwinger zwischen innerer und äußerer Burgmauern nach fast 40 Jahren wieder begehbar.

Luftaufnahme der Burg

Der Name der Burg rührt von einem Brunnen im schattigen Innenhof und dem ersten Bauherren, Tagenus von Pongau her.

Innenhof der Burganlage

Der Aufbau der Burg erfolgte nach einem Muster, das am ehesten mit der Festung Hohensalzburg vergleichbar ist, da beide Bauwerke um ca. 1500 durch den selben Bauherren, Leonhard von Keutschach adaptiert wurden. Im Zuge dessen entstanden auch einige Wirtschafts- und Versorgungsgebäude im angrenzenden Hofbereich.

Die Burg selbst wird von drei mehrgeschossigen Rundtürmen gesäumt, die als Räumlichkeiten bei Veranstaltungen, Ausstellungen, Werkstätten, oder Museum ausreichend Platz bieten. Speziell die kleinen Gäste werden hier gross geschrieben.

Grundriss der Burganlage

Neben der befestigten Brücke befindet sich das Torwärterhaus. Von der großen Terasse vor dem Hauptpalas hat man einen herrlichen Blick Über St. Veit in das Glantal und in der anderen Richtungen Über das Zollfeld bis hin zu den Karawanken. Der Rittersaal befindet sich im hinteren Teil der Burganlage, von wo man auf das Stift Sankt Georgen am Längsee und zur Burg Hochosterwitz sehen kann.

Panorama von der Burgterasse

Die Burganlage mit ihrer einmaligen Atmosphäre wird gerne für Veranstaltungen und Workshops genutzt - ob historisches Zeltlager, musikalische Präsentationen, Theateraufführungen, oder Ritterspiele. Ein Schwerpunkt liegt dabei im Bereich heidnischen Brauchtums und des Paganismus.

Mittelalterfest


Am Wochenende stellen Freiwillige in Ihrer Freizeit das mittelalterliche Handwerk dar, bzw. nach.

Mittelalterfest


Was die Burg sonst noch an Highlights zu bieten hat:

  • Ritteressen
  • Anschluß an das Rad- und Wanderwegnetz
  • Reitstall am Fuße des Berges
  • Kulturelle Veranstaltungen und Theateraufführungen
  • Museum
  • Mittelalterfeste


  • Burg Taggenbrunn, ein Erlebnis für Groß und Klein!